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19.02.2019

Auf der Überholspur – Benjamin Mazatis im Interview

Sein Ziel ist der Titel: Porsche-Rennfahrer Benjamin Mazatis will hoch hinaus | Foto: Benjamin Mazatis

Er ist Profi-Rennfahrer und Student am Campus M21. Schon als 5-Jähriger beschloss Benjamin Mazatis, seiner Leidenschaft konsequent nachzugehen. Als 21-Jähriger absolviert er aktuell das 5. Semester im Studium Fußball- und Sportbusiness. Parallel dazu startet er auf Porsche mit dem Allied-Racing Team in der GT4 European Series. Das Ziel, der Titel. Im Interview verrät Benjamin, wie alles begann, warum er sich für das Studium am Campus entschieden hat und was ihn antreibt.

Benjamin, wie hat alles begonnen?

Benjamin: Schon als kleiner Junge hatte ich Zugang zur Materie, da mein Vater und mein Opa immer Formel 1 geschaut haben. Als 2- oder 3-Jähriger saß ich mit Rennanzug auf dem Bobbycar. Als ich 5 Jahre alt war, war der Brasilien GP 2003 das prägende Erlebnis für mich schlechthin. 20 Autos gingen an den Start, Regen, Dreher, Unfälle, der Kommentator schrie und am Ende nur wenige, die durchkamen. Alles sehr aufregend für einen 5-Jährigen. Dort hörte ich dann auch, dass alle im Kart angefangen haben. Zwei Wochen später ging ich zu meinem Vater: „Papa, ich möchte auch Kart fahren."

Sie sind kürzlich zu Porsche gewechselt. Wie kam es dazu?

Benjamin: Die GT4 Europameisterschaft ist die Königsklasse aller GT4 Rennserien. Um hier erfolgreich zu sein müssen Team, Fahrer und Auto eine absolute Einheit bilden. Aus diesem Grund habe ich mir mit Allied-Racing ein starkes und erfolgreiches Team gesucht und bin zur Traditionsmarke Porsche gewechselt. Dies steht auch im Einklang mit meinen Zielen über die Saison hinaus, 2020 im Porsche Carrera Cup zu starten.

Warum haben Sie sich für das Sportbusiness Studium entschieden?

Benjamin: Motorsport ist Marketing! Hinter jeder Saison im Motorsport steht ein großes Budget. Hier sind Partnerschaften mit Unternehmen sehr wichtig. Als Fahrer musst du deshalb wie eine eigene Marke auftreten. Da ich aus einer Familie stamme, die mit dem Marketing nicht so vertraut ist wie man es für den Motorsport benötigt, habe ich mich für das Studium entschieden. Ich habe das Studium immer als Investment in meine weitere Karriere gesehen. Und dieses Investment hat sich für mich auch schon bezahlt gemacht. Zudem baue ich mir damit ein zweites Standbein auf, denn es gibt ja am Ende auch noch ein Leben nach dem Sport.

Was sind für Sie hier die Highlights? Was macht den Campus für Sie persönlich aus?

Benjamin: Es gab viele Highlights für mich während meines Studiums. Wir hatten beispielsweise sehr spannende Fachexkursionen zu adidas, dem Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München und der Allianz Arena. Für mich macht den Campus erstmal die Art und Weise aus, wie uns der Stoff vermittelt wird. Du hast nie das Gefühl, dass du jetzt Berge lernen musst, aber am Ende, wenn du die Skripten aus den Semestern anschaust oder dich einfach mal mit Leuten aus dem Marketing unterhältst, dann merkst du erst wie viel du mitgenommen und gelernt hast. Außerdem möchte ich hier noch die familiäre Atmosphäre und das nette Klima erwähnen. Sowohl meine Kommilitonen als auch meine Dozenten waren immer freundlich, offen und hilfsbereit. Es sind diese Begegnungen, die den Campus ganz besonders für mich ausmachen.

Vereinbarkeit Leistungssport & Studium? Wie funktioniert das?

Benjamin: Es braucht natürlich ein hohes Maß an Disziplin und starkem Willen, beides zu vereinen. Wenn andere sich einen schönen Abend machen, bist du noch beim Training. Uni – Training – schlafen, so sieht dann dein Tagesablauf aus. Mir kam dabei entgegen, dass ich es gewohnt bin, hart zu arbeiten, um Ziele zu erreichen. Das ist nun mal in meiner DNA. Ein gutes Zeitmanagement ist neben der Mentalität auch entscheidend. Zudem muss man die Zeit während der Lehrveranstaltungen optimal nutzen, den Stoff bereits dort zu verinnerlichen. Das ist mir Gott sei Dank immer gut gelungen.

Was sind Ihre beruflichen Ziele nach dem Studium?

Benjamin: Das Ziel ist es erstmal meinen Weg weiter zu gehen und Werksfahrer zu werden. Ich bin ja schon sehr gut dabei und hatte in Dubai vergangenen Monat die Gelegenheit, für ein Rennen in diese Rolle zu schlüpfen. Deshalb sehe ich mich auch noch in 10 Jahren im Motorsport. Entweder weiter als Werksfahrer oder dann in anderer Funktion. Mit meinem Studium habe ich mir ein zweites Standbein aufgebaut und mir stehen dann ein paar Türen offen, auch für das Leben nach meiner Rennfahrer-Karriere.