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Studien-Abenteuer am Polarkreis

Franziska Severas absolutes Highlight neben dem Studien-Alltag war eine Tour zum Gletscher Jökulsárlón mit dem Diamond Beach. | Foto: Campus M21

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Heiße Quellen und ewiges Eis, mehr als einhundert spuckende Vulkane und endlose unberührte Natur: „Ich werde immer mit einem Lächeln auf diese besondere Zeit zurückblicken", sagt Franziska Severa. Die Würzburgerin studiert am Campus M21 Internationales Marketing und Management und entdeckte in ihrem Auslandssemester mit Island eines der faszinierendsten Länder Europas.

Akureyri ist mit 19.000 Einwohnern viertgrößte Stadt Islands. Sie liegt rund 50 Kilometer südlich des Polarkreises. Im Winter geht die Sonne dort erst kurz vor Mittag auf. Drei Stunden später wird es bereits wieder dunkel. Im Sommer sind die Tage dafür mehr als 20 Stunden lang. Erst seit gut drei Jahrzehnten gibt es in der Stadt eine eigene Universität, die Háskólinn á Akureyri. Dort lernen heute 2.000 junge Menschen aus Island, aus aller Welt. Vier Monate war die Hochschule jetzt auch akademische Heimat für Franziska Severa.

Bestellen auf Isländisch

Vier Module belegte die Campus-Studierende an der Universität hoch im Norden: Isländisch als Fremdsprache, Isländische Gesellschaft, Geschichte und Kultur, Internationale Beziehungen und Modern Studies. „Nach acht Wochen konnte ich meine Bestellung im Café bereits in der Landessprache aufgeben", erzählt die 22-Jährige.

Der Vulkan, der ganz Europa „ärgerte"

Franziska nutzte die Chance, Islands Naturwunder hautnah zu genießen. Sie besuchte unter anderem den Vulkan Eyjafjallajökull, der 2010 den Flugverkehr in Europa lahmlegte. Einmal auf einem Island-Pony reiten und im eiskalten Fjord schwimmen: Für Franziska wurden diese Abenteuer Wirklichkeit. Ihr absolutes Highlight neben dem Studien-Alltag war für sie eine Tour zum Gletscher Jökulsárlón mit dem Diamond Beach. „Wunderschön und traurig zugleich", sagt sie über ihren Spaziergang dort. Denn die schimmernden Eisdiamanten, die dort auf dem schwarzen Sand in der Sonne glänzen, gibt es nur, weil der Gletscher immer weiter abschmilzt.

„Für mich ist Island in jeglicher Hinsicht besonders. Natur, Kultur und Wetter machen das Land einzigartig", sagt die künftige Campus-Absolventin Franziska Severa über ihre Zeit auf der Insel hoch im Norden.

„Wird schon gut gehen" als Lebensphilosophie

Sie sei dankbar für die Erlebnisse, für die Freundschaften und Bekanntschaften. Besonders den Pragmatismus und Optimismus der Einheimischen habe sie in den vier Monaten auf der Insel schätzen gelernt: „Thetta reddast!", sagen die Isländer, oder auf Deutsch: „Wird schon gutgehen." „Dieses Motto hat mein Leben schon jetzt geprägt", sagt Franziska.